Unsere nächsten Termine

 

Münchner Erzählcafe 2020/1

20 Jahre Münchner Erzählcafe - Der Film

Senioren/-innen

Nie war die Vielfalt der Lebenssituationen von Menschen in der nachberuflichen Zeit größer als heute – und damit auch die Wünsche nach Bildung und Weiterlernen. Das Münchner Bildungswerk bietet dazu ein großes Spektrum an unterschiedlichen Veranstaltungen. Die thematische Vielfalt orientiert sich an den Interessen und Bedarfen von Seniorinnen und Senioren und ist deshalb „bunt wie das Leben“.

 

14. März 2020, 15.00 Uhr

Henning Remmers
Pilot, Ausbilder und Zeitzeuge des Olympiaattentats 1972
Einblick in die Welt der Luftwaffe

Henning Remmers, geb. 1941, kam 1962 zur Bundeswehr und absolvierte im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck seine Grundausbildung. Obwohl sein Berufsleben viele Positionen und damit Umzüge beinhaltete (er war u.a. Militärataché in Norwegen) kam er immer wieder nach Fürstenfeldbruck zurück. Henning Remmers war Pilot und Ausbilder, seit 2003 engagiert er sich für das Museum des Jagdbombergeschwaders 49. Als Augenzeuge hat er die traurigen Ereignisse von 1972 im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck erlebt. Damals starben die entführten israelischen Olympiateilehmer sowie fünf Geiselnehmer und ein Polizist.

04. April 2020, 15.00 Uhr

Christl Willmitzer
Ein Vermächtnis
Das Engagement für eine gerechte Gesellschaft ohne Rassismus und ohne Krieg

Christl Willmitzer wurde 1947 geboren. Ihr Vater, der 1945 nach zehn Jahren KZ-Haft die Freiheit erlebte, war von großer Hoffnung erfüllt auf ein gerechtes, friedliches Deutschland - ohne Faschismus. Doch schon mit Beginn der 50er Jahre setzte die Restauration ein. Deutschland wurde wieder militarisiert, die alten Nazis machten sich wieder breit. Für ihn war es folgerichtig, sich neben seinem Einsatz für eine Gedenkstätte im ehemaligen KZ Dachau, gegen Krieg und gegen eine neue faschistische Gefahr zu engagieren. Seine Tochter Christl ist so hineingewachsen in ein Leben, das geprägt war vom Engagement gegen Krieg und gegen Rassismus. Bis heute zieht sich dieses wie ein roter Faden durch ihr Leben, z.B. mit ihrem Engagement gegen ZAK (Zusammen aktiv in Neuperlach), einer Nachbarschaftsinitiative, die den Stadtteil lebensfreudiger und lebendiger gestaltet.

16. Mai 2020, 15.00 Uhr

Irene Maeder
Wenn Sprache das größte Kapital im Leben sind
"Die Grenzen der Sprachen sind die Grenzen der Welt." (Ludwig Wittgenstein)

Der Vorname "Irene" wird vom altgriechischen Wort Eirene abgeleitet und bedeutet Frieden. Das Leben von Irene Maeder war alles andere als friedlich. Sie war konfrontiert mit Ablehnung, Neid, Betrug und Brandstiftung. Ein Leben als Tochter, Frau und Mutter, Galeristin, Unternehmerin und als rechte Hand von Falk Volkhardt (Inhaber Hotel Bayerischer Hof). Bedingt durch Aufenthalte in der Schweiz, Indien, Brasilien, Italien und in Belgien wurden ihre Anpassungsfähigkeit und v.a. die Sprachen ihr größtes Kapital. Für sie ist Leben wie Bergsteigen - wenn man oben ist, muss man zwangsläufig auch wieder runter. Jedes Mal, wenn sie versuchte, oben zu bleiben, zwand sie das Schicksal zum Abstieg. In Brasilien sagt man in solchen Situationen: "Vamos dar um jeitinho" - sinngemäß übersetzt "irgendwas wird schon gehen". Irgendetwas geht immer - immer anders!