Französische Schriftsteller/innen als engagierte Intellektuelle im 20. Jahrhundert

Sonderreihe Literaturgeschichte

In der französischen Geschichte haben seit dem 18. Jahrhundert engagierte Schriftsteller wie Voltaire, Rousseau und Diderot in das politische Geschehen eingegriffen. Die Geburt des moder- nen "Intellektuellen" kann man mit der sogenannten "Dreyfus-Affaire" (1894 - 1904) datieren. Dabei geht es um die Verteidigung des wegen vorgeblichen Landesverrats unschuldig verurteilten jüdischen Hauptmanns Alfred Dreyfus durch den Schriftsteller Émile Zola. In diesem Umfeld entstand der anfangs negativ belegte Begriff des "Intellektuellen". Das Wort wurde hinfort für Schriftsteller, Gelehrte und Wissenschaftler verwendet, die öffentlich zu wichtigen politischen und gesellschaftlichen Fragen Stellung bezogen. Die französische Geschichte des 20. Jahrhunderts wird durch diese Schriftsteller in den großen Fragen der Zeit beein?usst: im Ersten Weltkrieg, im Widerstand gegen den Faschismus und während der deutschen Besetzung Frankreichs, der Verletzung der Menschenrechte im Vietnam- und Algerienkrieg sowie bei den Auswüchsen des modernen Kapitalismus.


Termine: 5x dienstags, ab 28.05.2019 jeweils 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Veranstaltungsort: Münchner Bildungswerk, Dachauer Straße 5, 80335 München
Kursgebühr 75,00 €
Doz.: Prof. Dr. János Riesz
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